Wertschöpfungsstudie
Tourismus steigert die Lebensqualität
16. April 2026
Die neue Wertschöpfungsstudie der Alpenregion Bludenz Tourismus GmbH zeigt, dass der Tourismus abseits von Nächtigungszahlen wesentlich zum Erfolg verschiedener Branchen beiträgt. Damit sicher er auch die Lebensqualität der Bevölkerung.
Bei Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben liegt es auf der Hand. Wie stark jedoch andere Branchen vom Tourismus profitieren, belegt die neue Studie der Alpenregion Bludenz. Insbesondere Handel, Transportbetriebe, Dienstleistungen, Landwirtschaft, Handwerk und Bauwirtschaft generieren Umsatz und sichern Arbeitsplätze. Bisher wurden die Teilstudien zur Alpenstadt Bludenz, zum Klostertal und dem Großen Walsertal in den Regionen vorgestellt. Das Beratungsunternehmen Kohl & Partner hat sie auf Basis von Unternehmer:innen- und Gästebefragungen, Expert:innen-Interviews und Datenanalysen ausgearbeitet.
Insgesamt 565.000 Nächtigungen in den drei untersuchten Regionen sorgen jährlich für 116,2 Millionen Euro Umsatz, 94,3 Millionen Euro Wertschöpfung in anderen Sparten sowie für 1.178 Vollzeitarbeitsplätze. „Die Studie liefert den Beleg, dass Tourismus weit über Hotels und Gastronomie hinauswirkt und die Lebensqualität der Bevölkerung aufrechterhält“, betont Geschäftsführerin Wiebke Meyer. Die Alpenregion Bludenz umfasst die drei Talschaften Klostertal, Großes Walsertal, Brandnertal und die Stadt Bludenz.
Urlauber:innen geben meistes Geld in Tälern aus
Das Klostertal verzeichnet mit 230.000 Nächtigungen den höchsten Umsatz der drei Regionen: 47,8 Millionen Euro sind es, 38,7 Millionen Euro Wertschöpfung in anderen Branchen und 484 Vollzeitarbeitsplätze. Die hiesigen Seilbahnen und Geschäfte profitieren am meisten davon, denn jeweils 72 Prozent der Ausgaben für Berg- und Talfahrten sowie Einkäufe verbleiben im Tal und erhalten damit auch die für Einheimische wichtige Infrastruktur.
Wichtige Rolle im ländlichen Raum
Auch im Großen Walsertal zeigt sich, welche Rolle der Tourismus gerade für den ländlichen Raum spielt: 185.000 Nächtigungen bringen 36,3 Millionen Euro Umsatz und 29,5 Millionen Euro Wertschöpfung sowie 368 Vollzeitarbeitsplätze. Gäste kaufen vor allem in Geschäften im Biosphärenpark ein und gehen hier auch essen. Laut der Studie wären Handel, Gastronomie und Ausflugsziele ohne touristische Nachfrage nicht aufrechtzuerhalten.
Im Vergleich zu den anderen Tälern sind Gäste in der Alpenstadt Bludenz (mit Nüziders) mit 255 Euro pro Nacht im Winter deutlich spendierfreudiger als im Sommer (187 Euro). Der Großteil davon bleibt in der Region, und zwar für Essen und Trinken, Einkäufe, Freizeit, Kultur und Wellness.
Wirtschaftsfaktor mit Breitenwirkung
„Tourismus ist ein Wirtschaftsfaktor mit Breitenwirkung: Er bietet nicht nur Urlaubs- und Freizeiterlebnisse, sondern sichert wichtige Infrastruktur für das tägliche Leben“, stellt Christian Schützinger, Geschäftsführer von Vorarlberg Tourismus, fest.
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