Jahreskonferenz des Digital Tourism Board
Urlaubsrecherche mit ChatGPT & Co
16. April 2026
Bei der DTB Jahreskonferenz Ende Februar standen erfolgreich abgeschlossene und neue digitale Projekte auf dem Programm, die Vorarlberg Tourismus in Kooperation mit den Vorarlberger Tourismusdestinationen umsetzt. Unter anderem zum Thema Generative Engine Optimization: Ziel der GEO-Strategie ist es, V-Cloud-Inhalte für die KI-Suche optimal aufzubereiten und sichtbarer zu machen.
Immer mehr Menschen nutzen LLM (Large Language Models) wie ChatGPT für ihre Urlaubsrecherche. Um touristische Daten entsprechend aufzubereiten, damit sie ausgespielt werden, hat Vorarlberg Tourismus ein neues Projekt gestartet: die Entwicklung einer GEO-Strategie für V-Cloud-Inhalte. Zum Auftakt der DTB Jahreskonferenz im Hotel Alpstadt in Bludenz präsentierten die Expert:innen Corinna Weiß und Benjamin Uhlmann von der Agentur pan pan ihre Empfehlungen. 17 Teilnehmer:innen aus allen Destinationen waren dabei.
Sichtbarkeit touristischer Inhalte
Im Projekt „GEO-Strategie” (GEO steht für „Generative Engine Optimization”) wird ein Maßnahmenplan ausgearbeitet, um V-Cloud-Inhalte für die KI-Suche zu optimieren. „GEO ist das Pendant oder vielmehr die Weiterentwicklung der Suchmaschinenoptimierung SEO“, erklärt Michael Ellensohn, Bereichsleiter Digitale Services von Vorarlberg Tourismus. „Man muss sich darüber bewusst sein, dass V-Cloud-Inhalte auf unterschiedlichen Websites ausgespielt werden. Ein Aspekt unserer GEO-Strategie ist deshalb, welche – aus Sicht von ChatGPT, Google Gemini usw. – die vertrauenswürdige Originalquelle für einen bestimmten touristischen Inhalt sein soll”, verrät der Fachmann.
KI bringt viele Vorteile
Für den Jahresplan 2026 haben die Teilnehmenden über weitere spannende Projekte abgestimmt, bei denen KI eine wichtige Rolle spielt. Dies betrifft beispielsweise die barrierefreie Nutzung von Websites: KI soll Alt-Texte (Alternativtexte) für alle in der V-Cloud hinterlegten Bilder künftig automatisch generieren. „Alt-Texte sind Kurzbeschreibungen, die im HTML-Code von Webbildern hinterlegt sind und vom Screenreader vorgelesen werden können – ein Vorteil insbesondere für sehbehinderte Personen“, erklärt Michael Ellensohn. Das Tool wird im ersten Schritt in der Fotodatenbank eyebase umgesetzt, im zweiten in der V-Cloud.
Weiters wurde der automatische Austausch von saisonalen Inhalten auf touristischen Websites mit Hilfe der V-Cloud vom DTB für die Projekt-Roadmap ausgewählt, zum Beispiel von Bildern und Texten. Und Veranstalter:innen sollen ihre Events bald selbst in der V-Cloud anlegen können. Aktuell läuft dies im Pilotbetrieb.
Spannender Programmpunkt der DTB Jahreskonferenz war auch der Austausch mit Dr. Christine Knecht-Kleber: Die Rechtsanwältin ist unter anderem auf IT- und Urheberrecht spezialisiert und beantwortete die zahlreichen Fragen der Teilnehmer:innen zu Urheberrechts- und Haftungsfragen im touristischen Online-Marketing.
Schließlich informierte Michael Ellensohn über kürzlich abgeschlossene Projekte: Mehr zum Stand der V-Cloud, zur Anbindung der Gäste-App Romi und zum Website-Projekt Framework Vorarlberg Süd finden Interessierte in vergangenen Branchenbriefen.
Effiziente Zusammenarbeit im DTB
Das Team „Digitale Services“ und die Verantwortlichen für digitales Marketing in den Vorarlberger Destinationen arbeiten das ganze Jahr über eng als „Digital Tourism Board” (DTB) zusammen, um Synergien auszuloten und die Arbeit für alle effizienter zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Projekte, Erfahrungsaustausch und Weiterbildung. Zusätzlich zum Online-Jour-fixe alle sechs Wochen treffen sich die Beteiligten einmal im Jahr analog auf der DTB Jahreskonferenz.
