125 Jahre Vorarlberg Tourismus
Bödele-Ausstellung 2019

Wem gehört das Bödele?

Der Tourismus hoch über der Stadt beginnt mit dem Kampf zweier kontroverser Köpfe: der Dornbirner Fabrikant Otto Hämmerle steht seinem Schwager und Arzt Dr. Leo Herburger gegenüber. Der eine will investieren, der andere helfen. Eine Familienaffäre.

Schon 1887 organisiert Leo Herburger Kuraufenthalte für kränkliche Dornbirner Kinder und Handwerker in Johann Klockers Alphütte am Bödele. Doch bald durchkreuzt Otto Hämmerle dieses Engagement: Er will eine Ferienkolonie aufbauen, kauft Schwarzenberger Bauern ihre Vorsäßhütten samt Grundbesitz ab, baut das Alpenhotel Bödele, eine Mustersennerei mit Stallungen, eine Kapelle und lässt im Fohramoos einen künstlichen Moorsee anlegen. Parallel dazu entwickelt er ein Skigebiet mit Sprungschanze und dem weltweit ersten Motoraufzug für Skispringer. Für Leo Herburger bedeutet es das Ende seines Sozialprojekts am Bödele.

Meierei und Alpe Oberlose, Bödele, um 1900, (c) Stadtmuseum Dornbirn
Der Motoraufzug zur Lank-Sprungschanze, 1907, (c) Stadtmuseum Dornbirn