125 Jahre Vorarlberg Tourismus
Fakt und Fiktion

Über den un/typischen Vorarlberger

In den 1980ern mischte sein Buch "Die Erfindung des Vorarlbergers" zähe Ländlebiederkeit ordentlich auf. In einem überaus kurzweiligen Vortrag am 15. Februar thematisierte Markus Barnay mit historischen Quellen das Selbst- und Fremdbild im Verhältnis zwischen Einheimischen und Gästen.

Der Autor und ORF-Journalist fragte nach: Wie sehr verändert der Tourismus auch die Mentalität der Menschen in der Region? Passen sie sich den Erwartungen der „Fremden“ an, oder verkaufen sie nur das, was ohnehin schon da ist? Vor 1900 ist Vorarlberg ein weißer Fleck auf der Tourismuslandkarte. Städter fahren zwar schon zur Sommerfrische an den Bodensee oder zum Bergsteigen ins Montafon, aber Vorarlberg existiert noch kaum im Bewusstsein der Gäste. Die ersten Wanderführer sind deshalb zugleich eine Art Spurensuche: Was für Menschen leben hier, und was zeichnet sie aus? Packendes Pingpong zwischen Wunschvorstellungen, Missverständnissen und Vorurteilen.

 

Ludwig von Hörmanns
Trachtenträgerinnen in Schoppernau, (c) Sammlung Risch-Lau, Vorarlberger Landesbibliothek
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Vortrag von Markus Barnay am 15.2.2018 im Rahmen der Veranstaltungsserie "125 Jahre Vorarlberg Tourismus" im vorarlberg museum, Bregenz