Blumen am Stausee Kops © Lucas Tiefenthaler / Vorarlberg Tourismus

Digitale Services

Daten strukturieren, Systeme verbinden, Wirkung erzeugen

Geschäftsbericht 2025

Die Digitalen Services von Vorarlberg Tourismus bilden das Rückgrat für Sichtbarkeit, Qualität und Effizienz im Tourismussystem. Das Ziel bleibt klar: Daten einmal erfassen, qualitätsgesichert aufbereiten und in unterschiedlichen Kanälen wirksam ausspielen.

Michael Ellensohn
Zwei Frauen machen einen Selfie auf einer Wanderung in den Bergen.

„Die konsequente Weiterentwicklung der V-Cloud zum zentralen Tourismus-Content Hub sowie die Datenausgabe in Widgets waren 2025 zentrale Schwerpunkte.“

Michael Ellensohn, Bereichsleitung Digitale Services

V-Cloud: Zentrale Datenbasis für das Urlaubsland
Die V-Cloud ist der zentrale Content Hub für tourismusrelevante Inhalte aus Vorarlberg, von Touren und Veranstaltungen bis zu Unterkünften und Gastronomiebetrieben. Sie bündelt hochwertige Informationen aus unterschiedlichen Quellen, bringt sie in eine einheitliche Struktur und versorgt damit Websites, Apps und weitere Anwendungen für Gäste automatisiert mit aktuellem Content.
Im Jahr 2025 stand das Projekt „Framework Vorarlberg Süd“ im Zentrum der V-Cloud-Weiterentwicklung. Die Relaunches der Websites von Montafon Tourismus und Alpenregion Bludenz Tourismus stellten hohe Anforderungen an Datenaktualität, Systemintegration und Performance. Dafür wurden zentrale Funktionalitäten ausgebaut:

• Flexible Push-API für die Echtzeit-Ausgabe zeitkritischer Informationen wie Lawinenwarnungen oder Bergbahnstatus
• Anbindung neuer externer Systeme wie Regiondo und Intermaps SRM mit automatisiertem Import
• Neuer Inhaltstyp „Webcam“ zur einheitlichen Darstellung und Verknüpfung mit weiteren
Inhalten

Die Umsetzung erforderte eine enge Abstimmung zwischen Destinationen, Agenturen, Systemanbietern und Vorarlberg Tourismus. Mit dem Projekt „Framework Vorarlberg Süd“ wurde die V-Cloud weiter als verbindendes Infrastrukturelement im System etabliert.
Ein weiterer Meilenstein war die Einrichtung einer eigenen V-Cloud-Instanz für Bregenzerwald Tourismus. Damit können regionale Anforderungen gezielt abgebildet werden, wie z.B. individuelle Rollen- und Rechtekonzepte.
Neue Ausspielkanäle wie Romi, der digitale Urlaubsbegleiter der Destination Bodensee-Vorarlberg, sowie eine Pilotintegration bei Bergfex erweiterten 2025 die Reichweite der V-Cloud-Inhalte.

Widgets: Inhalte flexibel ausspielen
Mit den V-Cloud-Widgets lassen sich strukturierte Inhalte ohne eigene Entwicklungsressourcen in Websites oder Apps integrieren. 2025 wurden Funktionalität und Usability deutlich erweitert:

• Einführung des Collection Widgets für flexible Listen- und Kachelansichten nahezu aller Inhaltstypen
• Erweiterung des Event Widgets um eine Kalenderansicht
• Mehrfachfilter mit kombinierbaren Kriterien für präzisere Informationssuche
• Verbesserte Benutzerführung, etwa durch eine Optimierung des Map Widgets

Ergänzend entstand ein Prototyp eines Widget-Baukastens, mit dem Veranstalter eigenständig einfache App-Lösungen auf Basis der V-Cloud erstellen können.

Weitere Services: Neues Tool für Website-Suche
Neben der V-Cloud wurden zusätzliche Digitale Services ausgebaut. Mit Meilisearch steht eine leistungsfähige, in Europa entwickelte und gehostete Volltextsuche zur Verfügung. Nach erfolgreicher Testphase auf vorarlberg.travel ging sie 2025 im Rahmen des Framework-Projekts auch bei weiteren Destinationen live.

Organisation & Governance
Eine strukturelle Professionalisierung begleitete 2025 die technische Weiterentwicklung. Neben dem Digital Tourism Board wurde die landesweite Arbeitsgruppe der Data Stewards etabliert: Während strategische Fragen im DTB diskutiert werden, arbeiten die Data Stewards an operativen Aufgaben im Kontext der V-Cloud und beschließen dabei u.a. landesweite Datenmanagement-Standards, etwa zur Klassifizierung von Skilift-Typen.

Die temporäre Arbeitsgruppe „Quick Wins“ ermöglichte eine strukturierte Priorisierung und Co-Finanzierung kleiner Entwicklungsprojekte. In einem zweiteiligen Strategieworkshop mit den Geschäftsführungen der Destinationen wurden zudem die Leitplanken für die Weiterentwicklung der V-Cloud bis 2030 definiert.

Beitrag zum Tourismussystem
Digitale Services sind kein reines IT-Thema, sondern strategische Infrastruktur. Sie steigern die Wettbewerbsfähigkeit, reduzieren Mehrfachaufwände und ermöglichen Besucherlenkung über digitale Anwendungen. Damit leisten sie einen zentralen Beitrag zur Umsetzung der Tourismusstrategie 2030.

 

 

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